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Di - November 8, 2005

Bremen: Bühnenverein droht Kastendiek 

taz Bremen Nr. 7813 vom 7.11.2005
Die Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein hat auf ihrer Herbsttagung in Saarbrücken dem Bremer Kultursenator Jörg Kastendiek (CDU) ein Ultimatum gestellt. Werde bis zum Ende kommender Woche nicht sichergestellt, dass die Gehälter der Beschäftigten des Goethe-Theaters bis zum Ende der Spielzeit gezahlt werden, werde der Bühnenverein am 20. November eine große Protestveranstaltung in Bremen organisieren. 

Posted at 07:05 vorm.   Read More    

 

Di - November 1, 2005

Bremen: Nutzt der Senat die Finanzkrise des Theaters, um die Abschaffung des Urlaubs-und Weihnachtsgeldes im öffentlichen Dienst durchzusetzen? 

Der Ökonom Rudolf Hickel vermutet hinter der Misere, die auf dem Rücken der Theaterbelegschaft ausgetragen werde, eine Stellvertreter-Diskussion: "Kultur-und Finanzsenator versuchen jetzt, die Finanzkrise des Bremer Theaters zu nutzen, um die Abschaffung des Urlaubs-und Weihnachtsgeldes im öffentlichen Dienst durchzusetzen". (Weser-Kurier vom 31.10.2005)

Die taz-Bremen berichtet hierzu in der heutigen Ausgabe:
Die eigentlichen Probleme sind nicht gelöst
Wie viel Tarifvertrag vertritt das Bremer Theater? Darüber diskutieren Kultur-Kenner jetzt auch außerhalb von Bremen. Ein Doppelinterview

In der Auseinandersetzung um die Zukunft des Bremer Theaters stehen die Personalkosten im Vordergrund. Kritiker fürchten, dass die Debatte um die Gehälter lediglich Eingangstor für Kürzungsversuche im gesamten öffentlichen Dienst sein wird. In Weimar ist das Nationaltheaters aus dem Flächentarifvertrag ausgestiegen - die Mitarbeiter, sagt Intendant Stephan Märki, haben mehr Eigenverantwortung. Für den Präsidenten der Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger, Hans Herdlein, ist der Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag dagegen die falsche Lösung.
Das Doppelinterview in der taz-Bremen  

Posted at 09:20 vorm.   Read More    

 

Mo - Oktober 31, 2005

Euch ereilt nun, was Millionen anderer Menschen, die noch nie ein Theater von innen gesehen haben, vor euch ereilt hat... 

Dokumentation einer Solidaritätsbekundung von Frank-Patrick Steckel.
Ein Ensemblemitglied verlas den Brief bei der Solidaritätsveranstaltung für den Erhalt des Bremer Theaters am gestrigen Sonntag (30. 10. 2005).
Frank-Patrick Steckel war von 1978 bis 1981 Oberspielleiter des Bremer Schauspiels.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich hoffe, alt genug zu sein, um bei euch, für das, was ich euch sagen will, Gehör zu finden, auch dann, wenn es euch nicht unbedingt paßt. Schließlich verdankt sich ein Teil eurer Arbeitsplätze einer auch von mir organisierten ersten Kampagne GEGEN DEN BREMER THEATERTOD, mit der im Jahre 1981 die Schließung des Bremer Schauspiels verhindert und ein (wenn auch problematischer) Neubau erzwungen werden konnte. Das waren noch Zeiten!

Euch ereilt nun, was Millionen anderer Menschen, die noch nie ein Theater von innen gesehen haben, vor euch ereilt hat: Gehaltskürzung, Arbeitszeitverlängerung, Lohnverzicht, Entlassung – in eurem Fall sogar, und das ist eine originäre Bremer Errungenschaft, die temporär gänzlich unbezahlte Arbeit, nicht einmal mehr der berüchtigte Ein-Euro-Job steht zur Verfügung. Wie Millionen anderer Menschen steht ihr vor der Frage, ob eure Bereitschaft, auf Teile eurer Löhne, Gehälter und Gagen zu verzichten, falls nur sie den Arbeitsplatz zu retten vermag, als klägliche und endgültige Kapitulation vor denen, die euch erpressen, oder als pure Vernunft zu werten sei.
Ihr streitet darüber. 

Posted at 06:21 nachm.   Read More    

 

Über drei Stunden gegen den Theatertod 

PRESSEMITTEILUNG Bremer Theater vom 31.10.2005:
In einer von der Akademie der Künste initiierten Veranstaltung unter dem Titel GEGEN DEN BREMER THEATERTOD haben sich am 30.10.05 im vollbesetzten Theater am Goetheplatz viele prominente Redner aus allen gesellschaftlichen Bereichen mit dem Bremer Theater solidarisch erklärt. Zudem wurden zahlreiche Grußadressen (unter anderem von Elfriede Jelinek, Klaus Bachler, Kurt Hübner, Elke Heidenreich) und Solidaritätsbekundungen fast aller deutschsprachigen Theater verlesen, gaben die verschiedenen Sparten – immer noch ohne aktuelle Gage! – Kostproben ihrer Kunst.
Pressemitteilung im Wortlaut  

Posted at 06:01 nachm.   Read More    

 

Do - Oktober 27, 2005

Hintergrund: Wird das Bremer Theater abgewickelt? 

Am 24.10.2005 berichtet kulturzeit (3sat) :
"Mit einem Mal fehlen beim Bremer Theater viele Millionen Euro. Generalintendant Klaus Pierwoß sagte zu der kritischen Lage, dass drastische Ausgabenüberschreitungen nicht erkannt wurden. Fehlprognosen hätte es gegeben, ebenso unseriöse Buchhaltung - und vor allem eine mangelnde oder zu dünne Eigenkapitaldecke: Das Eigenkapital beträgt laut Süddeutscher Zeitung derzeit 184.000 Euro. Eine Konsequenz: Insolvenz anmelden. Eine andere wäre das Eigenkapital aufzustocken auf etwa zwei Millionen Euro.
Das Bremer Theater hat schon lange massive Geldnöte. Das ist nicht wirklich neu. Jetzt aber droht der Bremer Kultursenat mit der Insolvenz des Theaters. Und macht den Theaterleuten damit gehörig Druck. 4,7 Millionen Euro beträgt das Defizit bei einem Gesamtetat von 25 Millionen Euro. Die Gehälter machen den dicksten Brocken im Theateretat aus. Und der wiederum ist der größte Brocken des Bremer Kulturetats.
Hier der TV-Bericht vom 24.10.2005 (QuickTime 7)
 

Posted at 11:32 nachm.   Read More    

 

Gegen den Bremer Theatertod 

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und das Bremer Theater laden zu einer Solidaritätsveranstaltung für den Erhalt des Bremer Theaters ein.
Sonntag, 30. Oktober 2005, 12.00! Uhr Theater am Goetheplatz
"Anders als in den Vorjahren verweigert der Senat der Freien und Hansestadt Bremen die Bürgschaft für einen Kredit, der einen Liquiditätsengpass des Bremer Theaters am Ende des Jahres überbrücken würde. Deshalb erhalten die rund 440 Mitarbeiter des Bremer Theaters derzeit die Gehälter für den Monat Oktober nicht ausgezahlt. Dem Theater droht die Insolvenz. Damit wird das kulturelle Zentrum der Großstadt Bremen zur Disposition gestellt. Die Mitarbeiter fühlen sich erpresst und in Geiselhaft genommen. Vor der Drohkulisse der Insolvenz sollen Betrieb und Mitarbeiter massive Eigenleistungen erbringen, um ein seit Jahren bekanntes Strukturproblem des unterfinanzierten Hauses zu lösen. Bis zum 1. November fordert der Senator Ergebnisse, andernfalls muss die Geschäftsführung die Insolvenz anmelden.
Wir bitten Sie, sich an der Solidaritätsveranstaltung zu beteiligen. Zeigen Sie Präsenz und helfen Sie, den drohenden Bremer Theatertod abzuwenden."
Solidarische Gäste: Ulrich Khuon (Intendant des Thalia Theaters Hamburg), Moritz Rinke und John von Düffel 

Posted at 11:20 nachm.   Read More    

 

Mi - Oktober 26, 2005

Was ist los in Bremen ? Einladung zu einer Protestberatung 

Donnerstag den 27.10.2005 um 15.30Uhr ins moks im Bremer Theater
Die Ensemblesprecher des Bremer Theaters laden zu einer Protestberatung ein:
"Von einer kulturellen Hochburg in nur zwei Jahrzehnten zur „KulturENTHAUPTUNGSstadt Europa 2005“.
Erpressung heißt die neue Umgangsform des Senats mit der Kultur. Was wird die nächste Stufe sein? Welcher Geist regiert uns?

Die Ensembles und Mitarbeiter des Bremer Theaters laden alle Kulturinstitutionen und –Initiativen, alle kulturell tätigen und denkenden Bürger Bremens ein, sich zu äußern, auszutauschen und zu positionieren gegen den systematischen Abbau kultureller Werte, gegen die Ausbreitung des Geistes amerikanischer Profitkultur in dieser Stadt." 

Posted at 10:11 nachm.   Read More    

 

 
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